Was ist Verhaltenstherapie?
Die Verhaltenstherapie zielt darauf ab, neue Einstellungen und Verhaltensweisen zu erarbeiten, die eine bessere Lebensqualität ermöglichen.
In der Verhaltenstherapie wird zwar auch auf “Ursachen” in der Kindheit geschaut; es wird jedoch eher von einem lerngeschichtlichen Hintergrund ausgegangen. Ein wesentlicher Vorteil der Psychotherapie ist der sehr vorsichtige Umgang und absolut dosierte Einsatz von Psychopharmaka, mit denen Störungen zwar vordergründig verdeckt, oft aber nicht beseitigt werden können.
Die Verhaltenstherapie ist ein Anwendungsbereich der Verhaltensforschung, deren Grundsätze auch als Lerntheorien bekannt geworden sind. Bei der Verhaltenstherapie steht die Modifikation des Verhaltens durch Prozesse wie Neulernen, Umlernen und Verlernen im Mittelpunkt der Behandlung. Dabei werden u.a. Selbstmanagementstrategien erlernt wodurch das Gefühl der Selbstwirksamkeit gestärkt wird und das Selbstwertempfinden steigt.
Verhaltenstherapeutische Methoden orientieren sich am individuellen Bedarf und werden spezifisch für den Einzelfall modifiziert. Selbstbestimmung und Selbständigkeit sind dabei wesentliche Leitmotive, welche eine umfassende (Selbst-)-regulation und ICH -Stärkung bewirken sollen.